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Mehlkrankheit an Lauchgewächsen

Mehlkrankheit an Lauchgewächsen

Stromatinia cepivora

fungi

Auf einen Blick

    Blätter fangen an sich gelb zu färben und welken von der Spitze herBaumwollartiges, weißes Pilzwachstum ist an der Basis der Pflanze festzustellenDie Wurzeln werden zerstört und Stängel und Zwiebeln verfallenWinzige schwarze und rundliche Punkte sind inmitten des weißen BelagesNesterweises kollabieren und absterben von Pflanzen auf dem Feld

Betroffene Arten: %1$s

· Zwiebel · Knoblauch · Lauch

Symptome

Die Infektion kann in jedem Wachstumsstadium auftreten, aber ist in der Regel erst auf älteren Pflanzen sichtbar. Das charakteristische Symptom ist die Gelbfärbung der Blätter von der Blattspitze beginnend. Welke kann auftreten und die Pflanze stirbt ab. Wenn diese oberirdischen Symptome unübersehbar sind, hat der Pilz bereits die Wurzeln, Zwiebeln, Stängel und Blattscheiden befallen. Weißer Pilzbelag an der Bodenlinie ist ein Anzeichen für den Verfall der Wurzeln. Wenn die Pflanze herausgezogen wird, kann man an der Zwiebel weißes, fluffiges Pilzwachstum feststellen, oftmals an der Basis, ein Anzeichen fortgeschrittener Verwesung. Winzige, schwarze und rundliche Punkte sind inmitten des weißen Belages. Die Hauptwurzeln werden nach und nach zerstört und können fehlen. Sekundärwurzeln können sich entwickeln und horizontal ausbreiten. Diese stellen eine direkte Verbindung zu anderen Pflanzen her und werden von dem Pilz als Übertragungsweg genutzt. Pflanzen können innerhalb einiger Tage bis einer Woche verfallen. Diese Ausbreitung erklärt auch das nesterweise Auftreten des Erregers.

Auslöser

Die Mehlkrankheit wird von dem bodenbürtigen Pilz Stromatinia cepivora verursacht. Die Pflanzen werden normalerweise über den Boden infiziert, in dem das ruhende Pathogen für bis zu 20 Jahre überleben kann. Die Schwere der Krankheit ist direkt korreliert mit der Menge des Pilzes im Boden. Ist dieser einmal im Boden vorhanden, ist es nahezu unmöglich ihn wieder loszuwerden. Der Lebenszyklus und die Entwicklung des Pilzes werden durch Allium-Wurzelextrakte begünstigt. Das Auftreten des Pilzes ist Umweltabhängig. Es herrschen Temperaturen zwischen 10°C und 24°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Verbreitung erfolgt über das pilzliche Untergrundnetzwerk, durch Überschwemmungen, infiziertes Werkzeug und Pflanzenmaterial. Die Mehlkrankheit ist eines der Hauptkrankheiten bei Zwiebeln und kann zu großen Verlusten führen.

Biologische Behandlung

Es gibt viele Möglichkeiten diese Krankheit biologisch zu regulieren. Es können antagonistische Pilze eingesetzt werden. Arten von Trichoderma, Fusarium, Gliocladium oder Chaetomium sind parasitisch auf Stromatinia cepivora und können eingesetzt werden, um dessen Wachstum zu reduzieren. Andere Pilze wie Trichoderma harzianum, Teratosperma oligocladum oder Laterispora brevirama sind ebenfalls sehr effektiv. Eine Behandlung mit Knoblauchextrakt kann auf unbewachsenen Feldern benutzt werden, um die Entwicklung des Pilzes und die Sporenproduktion zu stimulieren. Dies reduziert den Einfluss der Krankheit in späteren Saisonen. Die Knoblauchknollen muss geschält, zerdrückt und mit 10 Liter Wasser vermischt werden. Ausbringungsmenge sind 10 Liter auf 2 Quadratmeter. Ideale Temperaturen zur Ausbringung sind 15°C bis 18°C, da es den Pilz fördert.

Chemische Behandlung

Anwendung eines integrierten Pflanzenschutzmanagements. Dies beinhaltet neben chemischen Mitteln auch biologische sowie präventive Bekämpfungsmaßnahmen. Informieren Sie sich landesspezifisch, ob und welche Mittel zur Bekämpfung der Mehlkrankheit im Gemüsebau, speziell in der vorliegenden Kulturart, zugelassen sind. Lesen Sie die Produktbeilage sorgfältig und bringen Sie das Mittel in der empfohlenen Aufwandmenge aus. Fungizide auf Basis von Tebuconazol, Penthiopyrad, Fludioxonil, Iprodion oder Azoxystrobin können zur Bekämpfung als Bodenapplikation vor der Pflanzung oder als Blattapplikation nach der Pflanzung eingesetzt werden. Die Anwendungsform ist Wirkstoff-abhängig und muss in der Produktbeilage erklärt werden.

Präventive Maßnahmen

    Anbau weniger anfälliger Sorten wie beispielsweise rote ZwiebelnGebrauch von gesundem, zertifiziertem Saatgut oder PflanzmaterialÜberprüfen des Pflanzgutes vor der Pflanzung auf optische Mängel, die Krankheitssymptome sein könnenAufstellen eines Dünge- und Bewässerungskonzeptes, das der Pflanze eine optimale Wasser- und Nährstoffzufuhr gewährleistetDazu ist auch eine regelmäßige Überprüfung des Boden-pH-Wertes sowie eine gute Drainierung des Bodens notwendigVermeiden einer übermäßigen StickstoffdüngungRegelmäßige Beobachtung des Bestandes im Hinblick auf KrankheitssymptomeEntfernen kranker PflanzenDiese sollten nicht kompostiert werdenRegelmäßige Desinfektion des Werkzeuges und Einhalten von HygienemaßnahmenAnwenden einer weiten Fruchtfolge mit Pflanzen, die nicht von Stromatinia cepivora befallen werden könnenTiefes pflügen und den Boden Sonneneinstrahlung aussetzen