()
  • Filter by:
  • Filter by fungi
  • Filter by virus
  • Filter by mite
  • Filter by bacteria
  • Filter by insect
  • Filter by deficiency

Braunfäule bei Tomate

Braunfäule bei Tomate

Phytophthora infestans

fungi

Auf einen Blick

    Braune Punkte wachsen auf den Blättern an den Blatträndern beginnendAn der Unterseite bildet sich ein weißer BelagGraue oder braune Färbung der Früchte, die an diesen Stellen runzelig sindVerhärtetes Fruchtfleisch und Fruchtfäulnis

Betroffene Arten: %1$s

· Tomate

Symptome

An den Blatträndern und den Blattspitzen treten zuerst bräunlich-grüne Flecken auf, die sich im weiteren Verlauf ausbreiten und braun werden. Während feuchter Witterung können die Läsionen auf der Blattunterseite mit einem grauen bis weißen Schimmel bewachsen werden, der es leichter macht gesundes und totes Gewebe zu unterscheiden. Mit fortschreitender Erkrankung verfärben sich die gesamten Blätter braun, rollen sich ein und trocknen aus. Zum Teil sind auch auf den Stielen, Ästen und am Stamm scharf abgegrenzte braune Flecken sowie ein weißlicher Belag zu beobachten. An den Früchten treten graugrüne bis schmutzig braune und runzelige Stellen auf. Das Fruchtfleisch ist an diesen Stellen verhärtet.

Auslöser

Ab Ende Juni ist die Infektionsgefahr am größten. Der Pilz dringt über Wunden und Schalenrisse in die Pflanze ein. Eine feucht-warme Witterung fördert das Pilzwachstum sowie dessen Ausbreitung. Das bedeutet eine relative Luftfeuchtigkeit um 90% und Temperaturen zwischen 18°C und 26°C. Warmes und trockenes Sommerwetter kann zu einem Stopp der Ausbreitung führen.

Biologische Behandlung

Uns sind leider keine biologischen Bekämpfungsmaßnahmen gegen Braunfäule bekannt. Sollten Sie Informationen diesbezüglich haben, würden wir uns über ihre Nachricht sehr freuen. Entfernen Sie die befallenen Blätter sofort und vernichten Sie diese. Sie sollten auf keinen Fall kompostiert werden. Die befallenen Früchte und Blätter müssen sofort entfernt und dürfen ebenfalls nicht kompostiert werden. Wichtig ist eine ausreichende Hygiene. Nach dem Schnitt müssen alle Gegenstände, die mit den Tomatenpflanzen in Berührung gekommen sind, gut desinfiziert werden. Eine Reihe von präventiven Maßnahmen können das Infektionsriskio deutlich verringern.

Chemische Behandlung

Anwendung eines integrierten Pflanzenschutzmanagements. Dies beinhaltet neben chemischen Mitteln auch biologische sowie präventive Bekämpfungsmaßnahmen. Informieren Sie sich landesspezifisch, ob und welche Mittel zur Bekämpfung der Braunfäule bei Tomaten zugelassen sind. Lesen Sie die Produktbeilage sorgfältig und bringen Sie das Mittel in der empfohlenen Aufwandmenge aus. Fungizide basierend auf Kupferoktanoat, Mancozeb, Propamocarb + Fluopicolide sowie Mandipropamid, Chlorthalonil, Fluazinam, Triphenyltin können zur Behandlung eingesetzt werden.

Präventive Maßnahmen

    Erwerb gesunder Saat von vertrauenswürdigen HändlernAuswahl weniger anfälliger SortenSchutz der Tomaten vor zu viel Feuchtigkeit durch eine gute Ventilation innerhalb des Bestandes sowie einer guten Drainage des BodensEin einfacher, durchsichtiger Regenschutz in Form einer Plane und Holzpfählen ist ausreichendBewässerung am Abend vermeidenGießen der Pflanzen direkt am BodenEine zwei- bis dreijährige Fruchtfolge mit Pflanzen, die nicht von diesem Pilz befallen werden können, ist ratsamTomaten und Kartoffeln sollten nicht in unmittelbarer Nähe zueinander gepflanzt werdenSilikathaltige Dünger können die Pilzresistenz der Pflanzen stärken, vor allem im SämlingsstadiumDesinfektion von Werkzeug und Equipment nach dem GebrauchAnwenden von Pflanzenstärkungsmitteln wie SchachtelhalmbrüheAusgewogene Nährstoffzufuhr, um die Widerstandfähigkeit der Pflanzen zu stärken