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Milchglanz, Bleiglanz

Milchglanz, Bleiglanz

Chondrostereum purpureum

fungi

Auf einen Blick

    Blasser, silbriger Glanz auf den BlätternZweige und Äste werden dunkelbraun und sterben abBügelförmiger Pilz mit einer weißen, wolligen Oberfläche und rot-brauner Unterseite auf der Rinde

Betroffene Arten: %1$s

· Apfel · Birne · Quitte · Kirsche · Aprikose · Pflaume · Pfirsich

Symptome

Die Blätter, die von dem Pilz befallen sind, entwickeln einen blassen, silbrigen Glanz. Dies tritt in der Regel an einzelnen Ästen auf, es können aber auch Partien an Stamm und Trieben betroffen sein. Im späteren Stadium der Krankheit werden die Blätter gespalten und werden braun an den Rändern und der Mittelrippe. Das innere Gewebe von befallenen Zweigen wird dunkelbraun unter der Rinde und stirbt letztendlich ab. Ab dem Spätsommer entwickelt sich der flache oder bügelförmige Pilz auf der Rinde toter Zweige. Der Pilz hat eine weiße, wollige Oberfläche und eine rot-braune Unterseite. Beide Seiten können Sporen produzieren und sind weich und glitschig, wenn sie nass sind oder spröde und verschrumpelt, wenn sie trocken sind. Die Verfärbung entsteht durch ein Stoffwechselprodukt, welches von dem Pilz freigesetzt wird. Der Fruchtkörper des Pilzes befindet sich über der Erdoberfläche am Stamm.

Auslöser

Die Symptome sind von dem Pilz Chondrostereum purpureum verursacht, der auffällige Fruchtkörper am Stamm und auf toten Zweigen bildet. Diese Strukturen enthalten Sporen, die später freigesetzt und mit dem Wind zu gesunden Bäumen und Sträuchern transportiert werden. Diese dringen in das Gewebe durch Wunden ein, die hauptsächlich durch den Baumschnitt verursacht werden. Während sie in das Holz hineinwachsen, töten sie es langsam und produzieren eine charakteristische dunkle Färbung des inneren Gewebes. Sie sondern außerdem ein Toxin ab, dass von den Blättern mit dem Nährstofftransport aufgenommen wird. Diese Toxin verletzt die Gewebe und zwingt diese sich abzusondern. Dieser Effekt ist für das silbrige Erscheinungsbild verantwortlich. Der Pilz muss letztlich nicht im Blatt selbst sein, um dieses abzutöten. Neue Fruchtkörper erscheinen später auf dem toten Holz und der Kreislauf beginnt erneut. Nieselige, verregnete, neblige oder feuchte Tage ohne Wind oder Sonne sind die perfekten Umweltbedingungen für eine Sporenfreisetzung und Infektion.

Biologische Behandlung

In vielen Fällen können sich die Bäume selbst von dieser Krankheit erholen, daher sollte man erstmal einige Zeit abwarten. Bei geringem Befall sollten die betroffenen Äste zurückgeschnitten werden. Bei größeren Wundflächen sollte die Wunde verschlossen werden. Stark befallene Bäume müssen aus dem Bestand entfernt werden. Das Holz von gerodeten Bäumen muss sorgfältig aus dem Garten entfernt sowie vernichtet werden.

Chemische Behandlung

Anwendung eines integrierten Pflanzenschutzmanagements. Dies beinhaltet neben chemischen Mitteln auch biologische sowie präventive Bekämpfungsmaßnahmen. Informieren Sie sich landesspezifisch, ob und welche Mittel zur Bekämpfung des Bleiglanzes im Obstbau, speziell bei Apfelbäumen, zugelassen sind. Lesen Sie die Produktbeilage sorgfältig und bringen Sie das Mittel in der empfohlenen Aufwandmenge aus.

Präventive Maßnahmen

    Regelmäßige Reinigung und Desinfektion von WerkzeugVerletzungen des Baumes vermeidenRegelmäßige Beobachtung der Obstplantage im Hinblick auf KrankheitssymptomeRoutinierter Schnitt im späten Frühling oder Sommer, da dieser Zeitpunkt gegenläufig zur Hauptinfektionsphase istBei trockenem Wetter schneiden, um eine Infektion zu vermeidenEinsatz von Wundverschlussmitteln, um eine Sporenkeimung zu verhindernZügiges vernichten der abgeschnittenen Äste und Zweige (vergraben oder verbrennen), um die Ausbildung von Fruchtkörpern auf diesen zu vermeidenAlternative Wirtspflanzen sind Weiden und PappelnDiese sollten nicht in unmittelbarer Umgebung der Obstplantage wachsen