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Echter Mehltau

Echter Mehltau

Erysiphaceae

fungi

Auf einen Blick

    Mehliger Belag auf den Blättern, der zum Teil leicht abgewischt werden kann

Betroffene Arten: %1$s

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Symptome

Zuerst entstehen gelbe Flecken auf der Blattoberseite. Später überzieht ein anfangs weißer, dann grauer mehliger Belag die Flecken auf den Blättern, Sprossen und Früchten. Der Pilz entzieht der Pflanze Nährstoffe und verhindert zudem durch einen an Asche erinnernden Belag die Photosynthese der Pflanze. Es resultiert ein gestauchtes Wachstum der Pflanzen. Schreitet der Befall weiter fort, schrumpfen die befallenen Stellen ein, es kommt zu vermehrten Blattabfall sogar zum Verenden der Pflanzen. Im Gegensatz zum Falschen Mehltau kann der Echte Mehltau bis zu einem gewissen Maß kontrolliert werden.

Auslöser

Die Pilzsporen überwintern in den Blattknospen und anderen Pflanzenresten. Die Verbreitung der Sporen erfolgt durch Wind, Regentropfen und Insekten. Der Echte Mehltau keimt auch bei Trockenheit, deswegen wird er auch Schönwetterpilz genannt. Die Keimung erfolgt bei Temperaturen zwischen 10-12°C, optimal sind jedoch 30°C. Im Gegensatz zum Falschen Mehltau, reichen geringe Mengen Regen und Morgentau aus um die Verbreitung des Echten Mehltaus zu beschleunigen.

Biologische Behandlung

Für Kleingärtner kann eine Milch-Wasser Mischung als natürliches Fungizid wirksam sein. Bringen Sie die Lösung alle zwei Tage auf die Blätter auf. Dieses Haushaltsmittel bewährt sich vor allem bei Kürbisgewächsen, wie Gurken, Zucchini und Kürbis, aber auch bei Beeren. Je nach Wirtspflanze befallen unterschiedliche Echte Mehltau Arten die Pflanzen, daher kann die Wirksamkeit variieren. Wird keine Verbesserung beobachtet, verwenden sie eine Mischung mit Knoblauch oder Natriumbicarbonat. Im Handel sind auch fertige biologische Präparate erhältlich.

Chemische Behandlung

Bedenken Sie bitte immer vor dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, dass, wenn verfügbar, zuerst ein integrierter Ansatz von präventiven und biologischen Maßnahmen umgesetzt werden sollte. Da sehr viele Kulturpflanzen anfällig für den Echten Mehltau sind, fällt es schwer eine ausreichende Empfehlung zu geben. Fungizide basierend auf Netzschwefel, Carbendazim, Triflumizol, Myclobutanil oder Dinocap scheinen das Pilzwachstum zu hemmen.

Präventive Maßnahmen

    Verwenden Sie, falls vorhanden, resistente bzwtolerante SortenAchten Sie auf einen ausreichenden Pflanzabstand, damit eine gute Belüftung der Blätter ermöglicht wirdEntfernen Sie befallenes Gewebe sobald Sie die ersten Anzeichen erkennenVermeiden Sie es nach dem Kontakt mit dem Pilz weitere Pflanzen zu berühren, sonst tragen Sie selbst zur Verbreitung beiReinigen Sie daher Ihre Hände und Werkzeuge nach jeder PflanzeEine großzügig aufgebrachte Mulchschicht kann die Infektion vom Boden aus unterdrückenEine ausgewogene Fruchtfolge wirkt unterstützend im Kampf gegen den PilzDüngen Sie Ihre Pflanzen ausgewogenVermeiden Sie extreme TemperaturschwankungenPflügen Sie Pflanzenreste ein oder entfernen Sie diese nach der Ernte umgehend