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Pflaumenrost

Pflaumenrost

Tranzschelia pruni spinosae

fungi

Auf einen Blick

    Mosaikartige Scheckung aus kleinen, hellgelben Flecken auf der BlattoberseiteRostfarbene bis hellbraune Sporenpusteln an der BlattunterseiteStark infizierte Blätter vertrocknen, werden braun und fallen herunter

Betroffene Arten: %1$s

· Aprikose · Pflaume · Pfirsich · Mandel

Symptome

Diese Krankheit tritt an Pflaumenbäumen und zuweilen auch an anderen Steinfruchtbäumen auf. Die Symptome können ab dem späten Frühling auf den Blättern beobachtet werden. Diese können ja nach Baumart etwas variieren. Zuerst zeigt sich eine mosaikartige Scheckung aus kleinen, kantigen, hellgelben Flecken auf der Blattoberseite. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf erscheinen rostfarbene bis hellbraune Sporenpusteln unterhalb dieser hellen Flecken auf der Blattunterseite. Später in der Saison werden diese dunkelbraun oder schwarz. Stark infizierte Blätter vertrocknen, werden braun und fallen herunter. Die frühzeitige Scheckung der Blätter kann sich negativ auf die Blütenentwicklung und die Fruchtqualität in der nächsten Saison auswirken. Bei wiederholtem Auftreten in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren kann es die Widerstandskraft des Baumes im Allgemeinen schwächen. Die Früchte können Flecken aufweisen und somit ihre Marktfähigkeit verlieren.

Auslöser

Die Symptome werden von dem Pilz Tranzschelia pruni-spinosae verursacht, der ein obligater Parasit ist. Das bedeutet, dass er lebendes Gewebe der Wirtspflanze benötigt, um seinen Lebenszyklus zu komplettieren. Der Pilz kann als Spore in Spalten der Baumrinde oder in Knospenschuppen überwintern. Alternativ ist auch ein Wirtswechsel im Sommer möglich. Als Zwischenwirt fungieren Anemonen-Arten (Windröschen). Ab Mai/Juni werden Pflaumen- und Zwetschgenblätter infiziert. Nach drei Wochen sind die ersten Symptome zu erkennen. Die Sporenlager auf der Blattunterseite enthalten zwei Arten von Sporen: die einen, die die Steinfrüchte während des späten Frühlings und im Sommer infizieren und die anderen, die später in der Saison die Zwischenwirte infizieren. In beiden Fällen können die Sporen bei Vorhandensein von Feuchtigkeit (Niederschlag, Beregnung oder Tau) auf den Blättern keimen. Begünstigende Bedingungen für das Auftreten des Pilzes sind tief liegende, feuchte Standorte und empfindliche Sorten. Die Krankheit ist weltweit verbreitet. Sie verbreitet sich schnell und kann epidemische Ausmaße annehmen, wenn die Witterungsbedingungen vorteilhaft sind und eine Bekämpfung ausbleibt.

Biologische Behandlung

Da der Erreger nur unregelmäßig auftritt, die Früchte meist nicht beeinflusst sind und eine Bekämpfung mit chemischen Mitteln im Hausgarten meist unverhältnismäßig erscheint, ist eine Behandlung meist nicht notwendig. Sie können dem Baum Mittel zu seiner Stärkung geben, um seine Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

Chemische Behandlung

Anwendung eines integrierten Pflanzenschutzmanagements. Dies beinhaltet neben chemischen Mitteln auch biologische sowie präventive Bekämpfungsmaßnahmen. Informieren Sie sich landesspezifisch, ob und welche Mittel zur Bekämpfung des Pflaumenrostes im Obstbau, speziell bei der vorliegenden Kulturart, zugelassen sind. Lesen Sie die Produktbeilage sorgfältig und bringen Sie das Mittel in der empfohlenen Aufwandmenge sofort nach dem Sichtbarwerden der ersten Symptome aus. Fungizide auf Basis von Myclobutanil, Pyraclostrobin, Boscalid, Mancozeb, Trifloxystrobin oder Difenoconazol können zur Behandlung genutzt werden. Bei einer späten Infektion sollte die Fungizidmaßnahme direkt nach der Ernte erfolgen.

Präventive Maßnahmen

    Auswahl widerstandsfähiger Sorten bei NeupflanzungenEinhalten der empfohlenen Bestandesdichte und regelmäßiger Baumschnitt, um eine Luftzirkulation innerhalb des Bestandes und somit ein schnelles Abtrocknen der Blätter zu fördernAnwendung eines guten Düngekonzeptes, dass den Pflanzen eine kontinuierliche und ausgewogene Nährstoffzufuhr gewährleistetVermeiden der Überdüngung mit StickstoffEntfernen von Anemonen (Zwischenwirte) im näheren Umfeld, um den Befallsdruck zu mindernAbtrag von infizierten PflanzenteilenDiese sollten nicht kompostiert werden, damit sich der Pilz dort nicht vermehren kann