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Weinthrips

Weinthrips

Drepanothrips reuteri

insect

Auf einen Blick

    Braune bis purpurfarbene Punkte auf der Oberfläche verleihen dem Blatt ein gesprenkeltes, silberfarbenes ErscheinungsbildDie Blätter werden dunkler und werden vorzeitig abgestoßenDie Eiablage und das Zerkauen von Beeren verursacht Narben, Deformationen und Beeinträchtigungen des WachstumsIm Falle weißer Tafeltraubensorten kann ein Thripsbefall dazu führen, dass die Früchte nicht mehr marktfähig sind

Betroffene Arten: %1$s

· Wein

Symptome

Bei einer hohen Populationsdichte können Thrips signifikante Vernarbungen auf jungen Blättern verursachen. Diese wird von der Erscheinung brauner bis purpurfarbener Punkte auf der Oberfläche widergespiegelt. Im weiteren Verlauf kann es zu lokalen Nekrosen des Gewebes kommen, die dem Blatt ein gesprenkeltes, silberfarbenes Erscheinungsbild verleihen. Dann werden die Blätter dunkler und vorzeitig abgestoßen. Thrips haben, wenn sie vor dem Fruchtansatz Schaden verursachen und auf den Blättern verbleiben, keine ökonomisch relevante Bedeutung. Die Eiablage unterhalb der Fruchthaut führt zu einem permanenten Beschädigung, die "halo-spotting" genannt wird. Das Fressen des Fruchtfleisches führt zu Narben, Deformationen und Beeinträchtigungen des Wachstums. Im Falle weißer Tafeltraubensorten kann ein Thripsbefall dazu führen, dass die Früchte nicht mehr marktfähig sind.

Auslöser

Die Symptome werden hauptsächlich sowohl von den Adulten als auch von den Nymphen des so genannten Weinthrips (Drepanothrips reuteri) verursacht. Andere Thrips-Arten können ebenfalls involviert sein. Sie verletzen die Pflanze, in dem sie die Unterseite der Blätter mit ihren Stylets (Mundwerkzeug) zerkratzen und den Saft saugen. Sie sind längliche, geflügelte Insekten und haben eine Größe von 2 mm. Die Weibchen legen 50 bis 100 Eier auf der Blattunterseite ab. Die Nymphen sind flügellos und gewöhnlich gelb-orange. Nach dem Fressen des weichen Blattgewebes wandern die Nymphen zum Boden, um sich dort zu verpuppen. Kühle Temperaturen, die Pflanzenwachstum hemmen, können den Schaden auf Blättern, Trieben und Beeren vergrößern, wenn die Thrips-Population groß ist.

Biologische Behandlung

Räuber wie die Blumenwanze oder die grüne Florfliege können zur Regulierung von Weinthrips-Populationen verwendet werden. Von einigen räuberischen Milben und Spinnen ist es ebenfalls bekannt, dass diese die Weinthrips fressen. Bioinsektizide mit dem Wirkstoff Spinosad sowie insektizide Seifen oder Neem-Öl sind auch in biologischen Anbaugebieten akzeptiert. Kaolin-Ton kann ebenfalls das Weingut effektiv von der Thrips-Population befreien. Das Sprühen von pilzlichen Pathogenen wie Verticillium lecanii oder Beauveria bassiana hilft besonders in kühlen und feuchten Regionen (20-25°C und 80% relative Luftfeuchtigkeit) die Thripspopulation zu reduzieren. Die Dosierung ist dem Beipackzettel zu entnehmen.

Chemische Behandlung

Anwendung eines integrierten Pflanzenschutzmanagements. Dies beinhaltet neben chemischen Mitteln auch biologische sowie präventive Bekämpfungsmaßnahmen. Informieren Sie sich landesspezifisch, ob und welche Mittel zur Bekämpfung des Weinthrips im Weinbau zugelassen sind. Lesen Sie die Produktbeilage sorgfältig und bringen Sie das Mittel in der empfohlenen Aufwandmenge aus. Tafeltrauben sind anfällig für Thripsschäden und benötigen daher eher eine Behandlung. Kommerzielle Formulierungen von Spinosyne, Dimethoat oder Imidachloprid können eine effektive Bekämpfungsmaßnahme darstellen, wenn sie zeitnah appliziert werden.

Präventive Maßnahmen

    Beobachten des Weinberges hinsichtlich Symptome von Thrips, besonders während kühler Tage nach der KnospenbrechungRegulierung von Unkraut innerhalb und um den WeinstockAbtragen von PflanzenrestenHarken des Bodens, um diesen von verpuppten Thrips zu befreienPflügen des Bodens und diesen Sonneneinstrahlung aussetzen