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Feuerbrand

Feuerbrand

Erwinia amylovora

bacteria

Auf einen Blick

    Blätter und Blüten beginnen zu verwelken und werden braun oder schwarzWachsende Triebe werden grün-grau, welken und sehen aus wie ein HirtenstabBei schwerer Infektion sieht der Baum verbrannt ausDas innere Holz ist rötlich-braun gefärbtBei warmem, feuchtem Wetter tritt eine schleimige, weiße Flüssigkeit aus den infizierten Pflanzenteilen aus

Betroffene Arten: %1$s

· Apfel · Birne · Quitte

Symptome

Feuerbrand ist charakterisiert durch eine Reihe von Symptomen auf Blättern, Blüten, Früchten und Trieben. Blätter und Blüten beginnen zu verwelken und wechseln ihre Farbe über grün-grau zu braun oder schwarz. Sie verbleiben während der Wachstumsphase am Stamm. Wachsende Triebe werden ebenfalls grün-grau, welken und sehen aus wie ein Hirtenstab. Bei fortschreitendem Krankheitsverlauf verwelken immer mehr Triebe und sterben schließlich ab. Bei schwerer Infektion sieht der Baum verbrannt aus, was der Krankheit ihren Namen gibt. Krebs erscheint auf Zweigen und führt zu einer dunkleren Färbung sowie zu eingesunkener und brüchiger Rinde. Unterhalb der toten Rinde bekommt das Holz eine rötlich-braune Färbung. Bei feuchtem, warmem Wetter tritt eine schleimige, weiße Flüssigkeit aus den infizierten Pflanzenteilen aus. Bei ausbleibender Bekämpfung breitet sich die Krankheit bis ins Wurzelsystem aus und die gesamte Pflanze kann absterben.

Auslöser

Feuerbrand ist eine Krankheit, die durch das Bakterium Erwinia amylovora ausgelöst wird. Apfel, Birne und Zierpflanzen derselben Familie können infiziert werden. Steinfrüchte wie Pflaume, Kirsche, Pfirsich und Nektarinen sind von dieser Krankheit nicht betroffen. Das Schadbild kann von Frühling bis Herbst gesehen werden. Das Bakterium überwintert in Krebsgeschwüren auf den Zweigen, Ästen oder Stämmen. Bei günstigen Umweltbedingungen während des Frühlings wächst es im inneren Gewebe weiter, welches eine braune Färbung annimmt. Dies behindert den Wasser- und Nährstofftransport und führt zum Verwelken der Sprossspitzen, die sich schließlich nach unten biegen. Regenspritzer oder Insekten dienen als Vektoren und verbreiten das Bakterium in offene Blüten oder schnell wachsenden Trieben benachbarter Pflanzen. Hohe Bodenfruchtbarkeit und Bodenfeuchtigkeit erhöht ebenfalls die Schwere der Krankheit. Wärmere Bedingungen oder Verletzungen fördern die Infektion.

Biologische Behandlung

Mehrfache Applikation von Lösungen der Bordeaux-Brühe oder anderer kupferhaltiger Produkte (circa 0,5%) während der Blühphase kann neue Infektionen reduzieren. Fristgerechte Applikation unter Beachtung der Wetterbedingungen wird empfohlen. Ausbringung in 4- bis 5-Tagesintervallen während hoher Luftfeuchtigkeit. Seien Sie sich bewusst, dass einige kupferhaltige Produkte Vernarbungen der Fruchtoberfläche verursachen können. Applikationen von Produkten, die Streptomyces lydicus enthalten, können ebenfalls die Ausbreitung des Bakteriums eindämmen.

Chemische Behandlung

Anwendung eines integrierten Pflanzenschutz-Managements. Dies beinhaltet sowohl Präventivmaßnahmen als auch biologische Behandlungen, sofern verfügbar. Während der Blühphase können Kupferpräparate zur Regulierung des Feuerbrandes eingesetzt werden. Diese müssen vor der Öffnung der Blüten aufgebracht werden. Die Bekämpfung ist jedoch sehr schwierig und auch eine mehrfache Behandlung muss nicht zum gewünschten Erfolg führen. Kupfer ist ein Schwermetall und kann den Boden belasten. Beim Baumschnitt sollten die Werkzeuge mit einer 10%igen Bleichlösung einer einem antibakteriellen Reiniger desinfiziert werden.

Präventive Maßnahmen

    Pflanzen von resistentem oder weniger anfälligem Pflanzgut, sofern verfügbarAuswahl langsam wachsender Sorten, die nicht stark gedüngt werden müssenRegelmäßige Beobachtung der Plantage auf jegliche KrankheitssymptomeAbschneiden infizierter Äste und ZweigeVerbrennung dieser vorzugsweise am Ende des WintersGründliche Reinigung und Desinfektion von Werkzeug nach dem GebrauchVermeidung von Verletzungen des Baumes während der FeldarbeitSchneiden der Obstbäume und herstellen einer offenen KroneDurchführung einer mäßigen StickstoffdüngungVermeiden des Anpflanzen alternativer Wirtspflanzen in der Nähe der PlantageBei einer ernsten Infektion ist der gesamte Baum inklusive des Baumstumpfes zu entfernenVermeiden einer Bewässerung während der Blühphase