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Birnengitterrost

Birnengitterrost

Gymnosporangium sabinae

fungi

Auf einen Blick

    Hell orange-rote, runde Flecken erscheinen auf der BlattoberseiteBräunlicher gallenartiger Auswuchs entwickelt sich auf der BlattunterseiteGelegentlich sind in der Borke von Ästen und jungen Trieben eingesunkene Stellen mit Baumkrebs zu finden

Betroffene Arten: %1$s

· Birne

Symptome

Zuerst entwickeln sich kleine braune runde Flecken auf der Blattoberseite. Während sie größer werden, verfärben sie sich in ein hell orange-rot mit dunkelbraunem Zentrum. Im Spätsommer sind kornförmige bräunliche gallenartige Auswüchse auf der Blattunterseite zu finden. Gelegentlich kommt es durch den Pilz auch zu eingesunkenen Läsionen in der Borke von Ästen und jungen Trieben (Baumkrebs). Auch wenn die Früchte nicht direkt befallen werden, kann es dennoch zu Ertragsverlust und starkem Blattabwurf kommen.

Auslöser

Die Symptome werden durch den Pilz Gymnosporangium sabinae verursacht, der Birnenbäume und Wachholder befällt. Der Birnenbaum ist dabei nur ein Zwischenwirt für den Schädling, da dieser beide Pflanzen benötigt um seinen Lebenszyklus vollständig zu durchlaufen. Es ist für ihn nicht möglich auf totem Pflanzenmaterial zu überleben, daher muss er seinen Wirt wechseln. Der Pilz überdauert auf seinem Hauptwirt dem Wachholder. Im Frühling verbreiten sich die Poren ausgehend vom Wachholder auf nahe gelegene Birnenbäume. Die Auswüchse auf der Blattunterseite produzieren vereinfacht gesagt Sporen. Die Sporen können ein Birnenblatt nicht erneut infizieren, weshalb sie über große Distanzen (bis zu 500m) verbreitet werden müssen, um Wachholderpflanzen zu infizieren. Bei einer erfolgreichen Infektion des Wachholders, produziert der Pilz über mehrere Jahre hornartige Auswüchse an den Ästen, die besonders im Frühling und während Perioden mit hoher Luftfeuchtigkeit auffallen.

Biologische Behandlung

Bis heute ist für den Birnengitterrost noch keine biologische Behandlungsmöglichkeit bekannt.

Chemische Behandlung

Bedenken Sie bitte immer vor dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, dass, wenn verfügbar, zuerst ein integrierter Ansatz von präventiven und biologischen Maßnahmen umgesetzt werden sollte. Geringer Befall kann in der Regel ignoriert werden. Fungizide basierend auf Difenoconazol können verwendet werden um den Birnengitterrost zu kontrollieren. Für Heimgärtner ist die Verwendung von Fungiziden basierend auf Tebuconazol, Tebuconazol mit Trifloxystrobin oder Triticonazol gegen Rost Krankheiten zu empfehlen.

Präventive Maßnahmen

    Entfernen Sie vorsichtig die Pilzauswüchse auf dem WachholderEine gröbere Methode wäre die komplette Entfernung nahegelegener WachholderpflanzenGeben Sie Ihren Birnenbäumen Pflanzenstärkungsmittel, um diese generell widerstandsfähiger zu machenSchneiden Sie jeden infizierten Ast den sie entdecken und nicht nur einzelne Blätter