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Kohlhernie

Kohlhernie

Plasmodiophora brassicae

fungi

Auf einen Blick

    Insgesamt sind die Pflanzen in schlechter Verfassung, sie zeigen einen kümmerlichen Wuchs und eine gelb Färbung der BlätterBei trockenem Wetter neigen sie schnell zu welken, erholen sich aber unter nassen Bedingungen wiederDie Wurzeln verformen sich zu knollenartigen Schwellungen und führen zu einer Knüppel ähnlichen GestaltWachstum und Ertrag sind schwer beeinträchtigt, da die Pflanzen auch vollständig eingehen können

Betroffene Arten: %1$s

· Rübe · Kohlgemüse · ·

Symptome

Die Symptome sind sowohl über- als auch unterirdisch zu erkennen. Insgesamt sind die Pflanzen in schlechter Verfassung, sie zeigen einen kümmerlichen Wuchs und eine gelb Färbung der Blätter. Bei trockenem Wetter neigen sie schnell zu welken, erholen sich aber unter nassen Bedingungen wieder. Die Blätter können sich lila färben. Die Symptome unterirdisch manifestieren sich in knotigen, knollenartigen Schwellungen, die zur Folge haben, dass die Wurzelhaare verloren gehen. Über die Zeit hinweg, werden aus den Schwellungen schwere Deformationen, die in einer Knüppel ähnlichen Form enden. Wachstum und Ertrag sind schwer beeinträchtigt, da die Pflanzen auch vollständig eingehen können.

Auslöser

Die Symptome der Krankheit werden durch die Infektion der Wurzeln mit dem bodenbürtigen Schaderreger Plasmodiophora brassicae ausgelöst. Dieser ist ein obligater Parasit und kann noch viele weiter Arten aus der Familie der Kreuzblütler befallen (Rosenkohl, Kohl, Blumenkohl, Rüben oder Radieschen). Der Pilz produziert schlafende Sporen, die den Boden bis zu 20 Jahre kontaminieren. In der Gegenwart von Wurzeln keimen die Sporen und infizieren die Wurzelhaare, wodurch die typischen Schwellungen entstehen. Diese Deformationen produzieren wiederum weiter Sporen und werden in den Boden abgegeben (Lebenszyklus abgeschlossen). Feuchte und warme Böden begünstigen P. brassicae. Kohlhernie ist durch anheben des pH-Wertes reduziert nicht eliminiert.

Biologische Behandlung

Die einzige Möglichkeit einer organischen Behandlung ist es den pH-Wert des Bodens mehr in den alkalischen Bereich von 7.2 anzuheben. Dafür kann man Muschelkalk oder Dolomitkalk dem Boden im Herbst zuführen (Kleingärtner und Farmer). Der Boden pH-Wert sollte regelmäßig mit einfachen Test Kits überprüft werden. Diese gibt es überall zu kaufen.

Chemische Behandlung

Bedenken Sie bitte immer vor dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, dass, wenn verfügbar, zuerst ein integrierter Ansatz von präventiven und biologischen Maßnahmen umgesetzt werden sollte. Eine Boden Desinfektion wird nicht empfohlen, da diese nicht 100% effektiv ist. Das Anheben des pH-Wertes auf 7,2 durch zusätzlichen Kalk (Calciumcarbonat) oder Kalkhydrat (Calciumhydroxid) vor der Aussaat kann das Vorkommen der Krankheit reduzieren.

Präventive Maßnahmen

    Verwenden Sie gesundes Saatgut aus zertifizierten QuellenVerwenden Sie möglichst widerstandsfähige SortenDie Aussaat sollte in erhöhten Beeten erfolgen um eine extreme Feuchtigkeit zu vermeidenBereiten Sie das Feld so vor, dass eine gute Drainage möglich ist und Überwässern Sie nichtNutzen Sie kein Gießwasser, das eventuell kontaminiert sein könnteNutzen Sie eine breite Fruchtfolge über mehrere JahreSäen Sie nicht auf Felder aus, die schon einmal Probleme mit der Kohlhernie hattenUnterstützen Sie eine gute Bodenstruktur und einen pH-Wert von 7,2, dazu können Sie beispielsweise Kalk verwendenGeben Sie Acht darauf die Krankheit nicht mit Werkzeugen, Ausrüstung oder Schuhwerk zu verteilenKontrollieren Sie in Ihrem Feld und in der Nähe auf UnkräuterEine Brache nach der Ernte mit viel Sonnenstrahlen kann die Schaderreger reduzierenEntfernen und vernichten Sie infizierte Wurzeln