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Knollennassfäule

Knollennassfäule

Pectobacterium atrosepticum

bacteria

Auf einen Blick

    Nässende Läsionen an der Basis des Sprosses, die sich später weiter nach oben ausbreitetDas innere Gewebe des Sprosses ist verrottet und schwarz, dadurch kommt es nur noch sehr schwer zu einem Wasser- und NährstofftransportDie Blätter können welken und werden chlorotisch mit eingerollten Rändern

Betroffene Arten: %1$s

· Kartoffel

Symptome

Knollennassfäule ist gewöhnlich an den nässenden Läsionen an der Sprossbasis zu erkennen. Nach und nach wachsen die Läsionen zusammen, verdunkeln sich und breiten sich sprossaufwärts aus. Das innere Gewebe des Sprosses ist verrottet und schwarz, dadurch kommt der Wasser- und Nährstofftransport zu den Blättern zum Erliegen. Die Blätter erscheinen dann welk und werden als erstens chlorotisch, später braun mit eingerollten Rändern. Die Pflanzen können umfallen oder lassen sich ganz leicht herausziehen. Ausgehend von der Verbindungsstelle des Ausläufers, verfärben sich die Knollen schwarz und verrotten ebenfalls. Mit dem Fortschritt der Krankheit können ganze Knollen oder auch nur der innere Kern verrotten.

Auslöser

Die Krankheit entwickelt sich für gewöhnlich mit dem Verfaulen der Saatkartoffel vor oder kurz nach dem Auflaufen. Feuchte Bedingungen begünstigen die Entwicklung von Fäulnis. Besonders gefährdet sind Standorte mit Staunässe und Bodenverdichtungen. Durch das Absterben von Wurzeln und bodennahen Blättern kann das Bakterium eindringen. Aber auch durch Verletzungen wie Fraßschäden oder durch Schneidwerkzeuge können Wunden geschaffen werden, durch die der Erreger in die Pflanze gelangt. Das Bakterium ist überall im Boden zu finden.

Biologische Behandlung

Es ist keine biologische Behandlung gegen dieses Bakterium bekannt.

Chemische Behandlung

Bedenken Sie bitte immer vor dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, dass, wenn verfügbar, zuerst ein integrierter Ansatz von präventiven und biologischen Maßnahmen umgesetzt werden sollte. Um eine Verbreitung zu reduzieren können Kupferverbindungen verwendet werden. Jedoch können solche Verbindungen umwelt- und gesundheitsgefährdend sein.

Präventive Maßnahmen

    Verwenden Sie Saatgut aus zertifizierten QuellenWenn vorhanden tolerante Sorten wählenPflanzen Sie die ganze Knolle und nicht nur StückeSäen Sie keine Knollen bei kalten Temperaturen unter 10°C ausDüngen Sie ausgewogen, vor allem StickstoffEine Fruchtfolge von 2-3 Jahren mit Nicht-Wirtspflanzen ist zu empfehlenVermeiden Sie StaunässeBeobachten Sie Ihren Bestand und entfernen Sie befallene PflanzenVermeiden Sie Verletzungen der Pflanze und der Kartoffel bei ArbeitenDesinfizieren Sie Werkzeug, Lager und Maschinen die Sie zur Kultivierung verwendenEntfernen Sie alle Pflanzenreste nach der Ernte und lassen Sie den Boden für eine gewisse Zeit brach und von der Sonne bescheinenErnten Sie bei trockenen BodenbedingungenAchten Sie auf eine gute Belüftung und geringe Feuchtigkeit bei der Lagerung