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Wurzeltöterkrankheit

Wurzeltöterkrankheit

Rhizoctonia solani

fungi

Auf einen Blick

    Harte, fühlbare schwarze Flecken erscheinen auf der Schale der KartoffelnDiese können leicht abgerieben bzwabgekratzt werdenDie oberen Wurzeln und neuen Sprosse werden braun und haben Vertiefungen mit weißem PilzbewuchsDie Blätter sind hellen stellenweise auf und werden weißlich

Betroffene Arten: %1$s

· Kartoffel

Symptome

Fühlbare schwarze Flecken, die in ihrer Größe und Form variieren, zeigen sich auf der Kartoffelschale (Schorf). Diese Flecken können leicht abgerieben bzw. abgekratzt werden. Mit einer Lupe kann das weiße Pilzgewebe um die Flecken gesehen werden. Der Pilz verursacht Symptome an neuen Sprossen die an Stammkrebs erinnern. Braune Vertiefungen entwickeln sich auf den Wurzeln und sind oft mit weißem Pilzwuchs umrandet. Verfault der Spross zu stark, wird die Wasser- und Nährstoffzufuhr blockiert und die Blätter verlieren ihre Farbe (weiße Stellen).

Auslöser

Die Wurzeltöterkrankheit wird durch einen Pilz namens Rhizoctonia solani verursacht. Bei Temperaturen zwischen 5 bis 25°C kann der Pilz für eine lange Zeit in Boden überleben, selbst wenn keine Kartoffeln mehr vorhanden sind. Die Infektion kann vom Boden ausgehen oder durch die Verwendung von bereits infiziertem Saatgut. Der Pilz verursacht zwar keine Fäulnis, dennoch sollten die Knollen nicht zur Vermehrung verwendet werden. Die Infektion kann sich bei kaltem und nassem Wetter verschärfen. Sind die Pflanzen noch jung und das Wetter warm, ist der Einfluss des Pilzes gering. Die Wurzeltöterkrankheit und Stammkrebs scheinen eher auf leichten sandigen Böden vorzukommen.

Biologische Behandlung

Verwenden Sie biologische Fungizide wie Trichoderma harzianum oder nichtpathogene Rhizoctonia Arten in den Furchen. Das kann die Häufigkeit der Wurzeltöterkrankheit in Ihrem Bestand verringern. Eine andere Möglichkeit wäre es in die Furchen Gülle zu geben oder eine Bio-Begasung aus Resten des grünen Senfs.

Chemische Behandlung

Bedenken Sie bitte immer vor dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, dass, wenn verfügbar, zuerst ein integrierter Ansatz von präventiven und biologischen Maßnahmen umgesetzt werden sollte. Eine Saatgutbehandlung mit Fludioxonil oder einer Mischung aus Thiophanat-Methyl und Mancozeb sind gegen eine Reihe von Pilzerkrankungen hilfreich, unter anderem auch gegen die Wurzeltäterkrankheit. Bei der Aussaat können die Furchen mit Flutolanil oder Azoxystrobin behandelt werden, was die Ausbreitung des Pilzes kontrolliert.

Präventive Maßnahmen

    Benutzen Sie ausschließlich gesundes Saatgut aus zertifizierten QuellenVermeiden Sie eine zu frühe und tiefe AussaatDer Boden sollte eine Temperatur von 8°C habenÜberlegen Sie eine Verwendung von eher flachen Furchen, damit ein frühes Auflaufen erreicht wirdIntegrieren Sie eine breite FruchtfolgeLassen sie Nicht-Wirtspflanzenüberreste im Boden zurück nach der ErnteBewässern Sie Ihren Bestand ausreichend, besonders während Trockenperioden