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Schwarzadrigkeit

Schwarzadrigkeit

Xanthomonas campestris pv. campestris

bacteria

Auf einen Blick

    Die Hauptsymptome sind gelbe, keilförmige Flecken an den Rändern der BlätterSpäter breiten sich diese sich auch in Richtung Blattmitte ausSchreitet die Krankheit fort, werden die gelben Flecken erst größer, färben sich dann braun und schließlich stirbt das Gewebe abDie Blattadern verfärben sich im letzten Stadium schwarz, wodurch die Krankheit ihren Namen bekam

Betroffene Arten: %1$s

· Rübe · Kohlgemüse · Rettich ·

Symptome

In den meisten Fällen entsteht der Schaden auf den Kohlblättern erst im Spätsommer. Die Hauptsymptome sind gelbe, keilförmige Flecken an den Rändern der Blätter. Später breiten sich diese sich auch in Richtung Blattmitte und Spross aus. Dieser Verlauf unterscheidet die Schwarzadrigkeit von der Fusarium Welke (Fusariose), da sich bei der Fusarium Welke die Symptome vom Boden aus in den Spross ausbreiten. Schreitet die Krankheit fort, werden die gelben Flecken erst größer, färben sich dann braun und schließlich stirbt das Gewebe ab. Die Blattadern verfärben sich im letzten Stadium schwarz, wodurch die Krankheit ihren Namen bekam. Die Blätter können eventuell abfallen. Der Schaderreger kann über den Spross in das gefäßführende Gewebe der Pflanze eindringen und eine Art schwarzen Ring verursachen, wenn die Pflanze nah über dem Boden abgeschnitten wird.

Auslöser

Die Symptome werden durch ein bodenbürtiges Bakterium namens Xanthomonas campestris verursacht, welches in infizierten Pflanzenreste oder Samen bis zu 2 Jahre lang überleben kann. Auf Unkräutern die zur Familie der Brassicaceaen (Kreuzblütler) gehören sogar noch länger. Das Wirtsspektrum ist eine große Anzahl an Gemüsesorten der Kohlfamilie (Broccoli, Blumenkohl, Rüben, Rettich und Kohlrabi). Die Verbreitung erfolgt über Wasserspritzer durch Regen o.ä. und gelangt über unterschiedliche Wege in die Pflanze, unter anderem durch Wunden. Wurde eine Pflanze infiziert, breitet sich die Krankheit schnell auf andere Pflanzen aus. Sind der Boden oder die Samen bereits infiziert, sind die ersten Anzeichen eines Befalls bereits im Anzuchtbeet zu sehen. Umweltbedingungen, die die Ausbreitung des Bakteriums begünstigen sind eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 25-30°C. Eine hohe Pflanzdichte macht es den Bakterien noch leichter sich zu Verbreiten. Unter solchen Umständen kann der Ertrag um 70-90% reduziert werden.

Biologische Behandlung

Eine Saatgutbehandlung mit 50°C heißem Wasser für 30 min ist zu empfehlen. Dies bietet zwar keinen hundert prozentigen Schutz gegen die Schwarzadrigkeit, aber kann helfen das Vorkommen der Krankheit deutlich zu reduzieren. Ein Nachteil kann sein, dass die Keimungsrate des Saatgutes verringert ist.

Chemische Behandlung

Bedenken Sie bitte immer vor dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, dass, wenn verfügbar, zuerst ein integrierter Ansatz von präventiven und biologischen Maßnahmen umgesetzt werden sollte. Die Saatgutbehandlung mit heißem Wasser ist gut um eine Kontamination des Feldes zu verhindern. Fungizide als Blattpräparate auf Kupferbasis können alle 7 bis 10 Tage ausgebracht werden und unterdrücken so auch die Verbreitung der Krankheit. Unglücklicherweise können jedoch durch diese Behandlung schwarze Flecken auf den äußeren Blättern des Kohls entstehen.

Präventive Maßnahmen

    Stellen Sie sicher, dass sie gesundes Saatgut aus zertifizierten Quellen verwendenSäen Sie wenn möglich resistente Sorten und vermeiden Sie es anfällige Sorten bei regnerischer Witterung zu pflanzenPacken Sie die pikierten Pflanzen nicht ein, da sie zu groß sindBereiten Sie das Feld so vor, dass eine gute Drainage möglich ist und die Pflanzen in einem leicht erhöhtem Beet sindKultivieren Sie keinen Kohl auf Feldern, auf denen Broccoli, Blumenkohl, Grünkohl oder eine andere Art aus der Familie der Kreuzblütler in den letzten 3 Jahren wuchsSäubern Sie das Feld und die Umgebung von Unkraut, besonders diejenigen die zur Familie der Brassicaceaen gehörenVermeiden Sie Sprinkleranlagen und bewässern Sie nicht während der MittagszeitVermeiden Sie es bei nasser Witterung auf dem Feld zu arbeiten, um nicht selbst die Krankheit zu verbreitenBeobachten Sie ihr Feld auf SymptomeSchneiden Sie alte Blätter ab, die Kontakt mit dem Boden habenVersichern Sie sich Ihr Werkzeug regelmäßig und gründlich zu desinfizierenPflügen und vergraben Sie Pflanzenreste nach der Ernte oder verbrennen Sie dieseVersuchen Sie auch andere Schaderreger wie Kohlwürmer zu kontrollieren, da diese Fraßschäden verursachen und so zusätzliche Eintrittspforten für Xcapmestris bieten