Schmierläuse

  • Symptome

  • Auslöser

  • Biologische Behandlung

  • Chemische Behandlung

  • Präventive Maßnahmen

Schmierläuse

Pseudococcidae

Insekt


Auf einen Blick

  • Weiße wollartige Massen sind auf den Blättern, Sprossen, Blüten und Früchten.
  • Vergilbende und kräuselnde junge Blätter, kümmerlicher Wuchs und ein verfrühter Fruchtabfall tritt auf.
  • Der austretende Honigtau dient Bakterien und Pilzen als Nährboden und kann für weitere Infektionen sorgen.
  • Ameisen können durch den Honigtau angelockt werden und die Schmierläuse auf andere Pflanzen übertragen.

Wirtspflanzen:

Wein

Bohne

Paprika & Chilli

Aubergine

Erbse

Gurke

Kürbis

Zucchini

Tomate

Kartoffel

Mungobohne

Baumwolle

Soja

Andere

Reis

Sorgum

Banane

Zitrus

Erdnuss

Mango

Papaya

Maniok

Zuckerrohr

Melone

Granatapfel

Linsen

Zierpflanze

Symptome

Auf den Blattunterseiten, Sprossen, Blüten und Früchten sind weiße wollartige Massen aus Käfern zu sehen. Sie sind sehr aktiv, daher hat eine kleine Anzahl auch nur einen kleinen Effekt auf die Pflanze, dennoch kann der Befall zu einer Vergilbung und Kräuselung der jungen Blätter führen, sowie zu einem kümmerlichen Wuchs und einen verfrühten Fruchtabfall. Ältere Blätter hingegen sind eher weniger deformiert. Die Schmierläuse geben während sie an den Pflanzen saugen den sogenannten Honigtau ab, dieser verklebt das Pflanzenmaterial und fördert den Wuchs von Pilzen oder Bakterien. Früchte sind besonders anfällig und können stark verformt sein oder völlig von einer Wachsschicht überzogen sein. Ameisen werden durch den Honigtau angezogen und können die Schmierläuse auf andere Pflanzen transportieren.

Auslöser

Schmierläuse sind ovale, flügellose Insekten und meist in warmen oder gemäßigten Klimaten anzutreffen. Ihr Körper ist durch eine Schicht aus dünnem mehligem Wachs überzogen, die ihnen eine wollartige Erscheinung verleiht. Sie besitzen lange stechend saugende Mundwerkzeuge (Stilett), mit denen sie in das Pflanzengewebe eindringen und Nährstoffe aussaugen. Die Eier der Schmierläuse sind ebenfalls behaart und in den Boden abgelegt. Nach dem Schlüpfen befallen die Nymphen und adulten Tiere die nächstgelegene Pflanze. Die kleinen Schmierläuse können durch Wind, Ameisen, Tiere, Vögel oder auch bei der Arbeit im Feld (schneiden, ernten) verbreitet werden. Sie haben einen großen Wirtspflanzenbereich, unteranderem Aubergine, Süßkartoffel und viele Unkräuter. Warmes trockenes Wetter begünstigt die Vermehrung und die Schwere der Symptome.

Biologische Behandlung

Beim ersten Anzeichen auch nur einer leichten Infektion, reiben Sie die Schmierläuse mit einem mit Öl oder Spiritus getränkten Wattebausch ein. Sie können die Pflanzen auch mit warmen Wasser versetzt mit einem Detergens, Petrolium, Öl oder insketiziden Seifen waschen. Benachbarte Pflanzen sollten mit Neemöl eingesprüht werden, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Natürliche Feinde sind die Grüne Florfliege, parasitoide Wepsen, Schwebefliegen, Marienkäfer, Australischer Marienkäfer und der räuberische Schmetterling Spalgius epius.

Chemische Behandlung

Bedenken Sie bitte immer vor dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, dass, wenn verfügbar, zuerst ein integrierter Ansatz von präventiven und biologischen Maßnahmen umgesetzt werden sollte. Eine Behandlung der Schmierläuse ist wegen ihrer Wachsschicht schwer. Dennoch können Spritzungen mit Wirkstoffen wie Bifenthrin, Chlorpyrifos, Deltamethrin und Pyrethrin effektiv gegen die Schmierläuse eingesetzt werden.

Präventive Maßnahmen

  • Verwenden Sie Samen oder Stecklinge von gesunden Pflanzen oder aus zertifizierten Quellen.
  • Beobachten Sie Ihr Feld regelmäßig.
  • Entfernen und zerstören Sie befallen Pflanzen und Teile davon.
  • Jäten Sie Unkraut im Feld und der näheren Umgebung.
  • Kultivieren Sie keine alternativen Wirtspflanzen in der Nähe.
  • Geben Sie große Acht darauf, dass Sie die Schmierläuse nicht während der Feldarbeiten verbreiten.
  • Es wird empfohlen eine Fruchtfolge mit Nicht-Wirtspflanzen zu verwenden.
  • Fördern Sie die natürlichen Feinde durch geeignete Feldmaßnahmen.
  • Vermeiden Sie eine Flutbewässerung und Überdüngung der Pflanzen.
  • Kontrollieren Sie Ameisen mit Klebebändern auf dem Stamm oder Astgabeln.
  • Es wird empfohlen eine Desinfektion der Werkzeuge vor und nach der Arbeit durchzuführen.