Gemeine Spinnmilbe

  • Symptome

  • Auslöser

  • Biologische Behandlung

  • Chemische Behandlung

  • Präventive Maßnahmen

Gemeine Spinnmilbe

Tetranychidae

Milbe


Auf einen Blick

  • Weiße bis gelb rote Sprenkel auf der Blattoberseite.
  • Eier und Insekten sind auf der Blattunterseite zu finden.
  • Gespinste hüllen Teile der Pflanze ein.
  • Verwelkte, zerrissen Blätter.
  • Kahle Sprossspitzen und vermehrter Seitenaustrieb.
  • Falls geerntet werden kann ist die Fruchtanzahl stark verringert und von schlechter Qualität.

Wirtspflanzen:

Aubergine

Baumwolle

Bohne

Erbse

Erdbeere

Erdnuss

Gurke

Himbeere

Johannisbeere

Kartoffel

Knoblauch

Kohlgemüse

Kürbis

Mais

Mandel

Mungobohne

Möhre

Okra

Paprika & Chilli

Salat

Soja

Tomate

Wein

Weitere Arten

Zitrus

Zucchini

Zwiebel

Symptome

Auf der Blattoberseite entstehen durch die Saugtätigkeit der Spinnmilbe weiße bis gelbliche Sprenkel. An der Blattunterseite sitzen die Eier sowie die Spinnmilbe selbst, die sich in Gespinsten einnistet. Die Gespinste können große Teile der Pflanze umhüllen. Bei einem hohen Befall können auch schlimmere Schäden auftreten. Die Blätter verfärben sich bronzefarben bis silbrig, vergilben schließlich, kräuseln sich und reißen zwischen den Blattadern auf. Später können sie vertrocknen und fallen ab. Die Triebspitzen können kahl werden und die Geizbildung wird angeregt. Fällt der Schaden sehr groß aus, kann der Ertrag sowie die Qualität der Früchte negativ beeinflusst werden.

Auslöser

Die adulten Weibchen sind 0.6 mm lang, sind von blassgrüner Farbe und besitzen zwei dunkle Punkte auf ihren ovalen behaarten Körpern. Überwinternde Weibchen färben sich rötlich. Im Frühling legen die Weibchen kugelförmige, durchsichtige Eier auf der Blattunterseite. Die Nymphen (Jungtiere) sind blassgrün mit dunklen Markierungen auf dem Rücken. Die Spinnmilben schützen sich in einem Kokon auf der Blattunterseite. In trockenen und warmen Klimata können bis zu sieben Generationen innerhalb eines Jahres heranwachsen. Diverse alternative Wirtspflanzen können befallen werden, darunter auch Unkräuter.

Biologische Behandlung

Bei einem leichten Befall können Sie die Spinnmilben mittels einem Wasserstrahl abspritzen oder abduschen (der Topf sollte mit einer Plastiktüte umschlossen sein). Entfernen Sie stark befallene Blätter. Im Anschluss können auf giftstofffreie Präparate auf Basis von Rapsöl, Sojabohne oder Neemöl zurückgegriffen werden. Des Weiteren können Sie auch einen Knoblauchtee ansetzten, insektizide Seifen oder Brennnesseljauche verwenden, um die Spinnmilben zu bekämpfen (Infos - Vorbeugender Pflanzenschutz). Auch können Fressfeinde, wie Phytoseiulus persimilis gegen die gemeine Spinnmilbe eingesetzt werde. Eine weitere biologische Bekämpfung sind Pestizide auf Basis von Bacillus thuringiensis.

Chemische Behandlung

Ziehen Sie immer eine integrierte Lösung aus präventiven und biologischen Maßnahmen dem Einsatz von Pestiziden vor. Es stehen eine Vielzahl von Akarziden zur Verfügung, jedoch können die Spinnmilben eine Resistenz ausbilden und zusätzlich könnten auch Nützlinge negativ beeinflusst werden.

Präventive Maßnahmen

Verwenden Sie resistente Sorten falls vorhanden.,Beobachten Sie Ihren Bestand und entfernen Sie befallene Pflanzen, sowie Brennnesseln und andere Unkräuter.,Schonen Sie Nützlinge und Gegenspieler wie Raubmilben, Blumenwanzen, schwarze Kugelmarienkäfer, sowie Florfliegen durch eine hohe Artenvielfalt im Garten und einen kontrollierten Einsatz von Insektizide.