Wurzelbrand an Paprika

  • Symptome

  • Auslöser

  • Biologische Behandlung

  • Chemische Behandlung

  • Präventive Maßnahmen

Wurzelbrand an Paprika

Phytophthora capsici

Pilz


Auf einen Blick

  • Damping off von Keimlingen.
  • Infizierte Pflanzen haben charakteristische schwarze oder braune Läsionen kurz über dem Boden.
  • Dunkelgrüne, wässrige Punkte sind auf Blättern und Früchten.
  • Fruchtrotte mit weißem Belag.
  • Welke und gestauchtes Wachstum von älteren Pflanzen.

Wirtspflanzen:

Aubergine

Paprika & Chilli

Symptome

In trockenen Gebieten ist eine Infektion normalerweise auf den Pflanzenwurzeln und in der Krone sichtbar. Markante schwarze oder braune Läsionen erscheinen auf den Stängeln in Bodennähe. Bei hoher relativer Luftfeuchte werden alle Pflanzenteile befallen. Infizierte Wurzeln werden dunkelbraun und matschig, die Ursache des damping off der Keimlinge. Dunkelgrüne bis braune wässrige Punkte bilden sich auf Blättern und Früchten. Reife Pflanzen zeigen Symptome einer Kronenfäule. Dunkelbraune Läsionen umschließen den Stängel, dass schließlich zum Absterben der Pflanze führt. Früchte verrotten auf dem Feld, nach der Ernte oder während der Lagerung.

Auslöser

Phytophthora capsici ist ein bodenbürtiges Pathogen, dass extreme Umweltbedingungen aushalten kann. Es überlebt in Pflanzenresten oder auf alternativen Wirtspflanzen oder im Boden selbst für bis zu drei Jahre. Wirtspflanzen sind neben Pfeffer auch Paprika, Gurken, Tomaten und Wassermelone sowie die Fraser-Tanne (Abies fraseri). Die Verbreitung geschieht über das Oberflächenwasser oder während der Bewässerung. Phytophthora capsici wächst bei Temperaturen zwischen 7°C und 37°C, wobei 30°C optimal sind. Bei idealen Bedingungen, höhere Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit, kann die Krankheit sehr schnell fortschreiten. Kalte Temperaturen begrenzen die Ausbreitung der Krankheit.

Biologische Behandlung

Das Bakterium Burkholderia cepacia (MPC-7) wurde positiv auf antagonistische Effekte gegen Phytophthora capsici getestet.

Chemische Behandlung

Anwendung eines integrierten Pflanzenschutzmanagements. Dies beinhaltet neben chemischen Mitteln auch biologische sowie präventive Bekämpfungsmaßnahmen. Informieren Sie sich landesspezifisch, ob und welche Mittel zur Bekämpfung des Wurzelbrandes in Pfeffer zugelassen sind. Lesen Sie die Produktbeilage sorgfältig und bringen Sie das Mittel in der empfohlenen Aufwandmenge aus. Produkte mit dem Wirkstoff Mefenoxam können bei der Pflanzung ausgebracht werden. Eine Applikation mit kupferhaltigen Präparaten zwei Wochen später ergänzt den Pflanzenschutz und kann Infektionen während der vegetativen Wachstumsphase abwenden. Mefenoxam kann auch mit dem Tropfbewässerungssystem zugeführt werden, um den Schaden der Früchte bei auftretender Kronenrotte zu begrenzen. Im Allgemeinen sollte eine Pflanzenschutzmaßnahme ökonomisch sinnvoll sein. Es sollten Mittel mit unterschiedlichen Wirkstoffgruppen angewendet werden, um Resistenzbildung vorzubeugen.

Präventive Maßnahmen

Anbau von toleranten oder resistenten Sorten.,Vermeiden des Anbaus von alternativen Wirtspflanzen direkt neben Pfeffer.,Schaffen eines kuppelförmigen Saatbeets.,Sicherstellen, dass keine Absenkung der Basis nach dem Pflanzen erfolgt.,Sicherstellen einer guten Drainage des Feldes sowie einer guten Luftzirkulation im Bestand.,Vermeiden einer exzessiven Bewässerung.,Anwenden eines ausgewogenen Düngerkonzeptes.,Reduktion von Bodenverdichtung.,Sicherstellen einer guten Feldhygiene.,Entfernen alternativer Wirtspflanzen.,Abfuhr der Erntereste und keine Kompostierung, da diese mit dem Erreger infiziert sind.,Vierjährige Fruchtfolge mit Pflanzen, die nicht als Wirt dienen können.