Gurkenkrätze

  • Symptome

  • Auslöser

  • Biologische Behandlung

  • Chemische Behandlung

  • Präventive Maßnahmen

Gurkenkrätze

Cladosporium cucumerinum

Pilz


Auf einen Blick

  • Kleine, nässende oder fahlgrüne Flecken auf den Blättern, welche später austrocknen und zottige Löcher hinterlassen.
  • Kleine graue, mit gummiartigem Schleim versehene Flecken auf den Früchten, die später zu Vertiefungen werden.
  • Reduzierung des Fruchtertrags durch eine Sekundärinfektion durch Bakterien.

betroffene Kulturen:

Gurke

Symptome

Blattsymptome sind zahlreiche kleine, nässende oder fahlgrüne Flecken. Diese trocknen allmählich aus und färben sich weiß bis grau und werden eckig. Oft sind die Flecken gelb umrandet. Das Zentrum kann nach dem Trocknen herausfallen und ein zottiges Loch hinterlassen. Weitere schwere Symptome entwickeln sich auf den Früchten und erinnern an Insekteneinstiche. Zuerst erscheinen diese um die 3mm kleinen, grauen, leicht eingedrückten gummischleimartigen Flecken. Im Nachhinein werden diese größer und werden zu deutlichen Vertiefungen. Befallene Früchte werden oft zusätzlich von weiteren Schädlingen befallen wie Weichfäule verursachende Bakterien. Diese zersetzen das Pflanzengewebe, wobei ein fauliger Geruch entsteht. Auf resistenten Kürbisgewächsen können sich unregelmäßige knaufartige Formationen bilden.

Auslöser

Die Symptome werden vom Pilz Cladosporium cucmernium verursacht. Dieser überwintert in den Überresten von Pflanzen, in Erdlöchern oder infizierten Samen. Eine frühe Infektion im Frühling kann aus einer dieser Quellen erfolgen. Der Pilz beginnt direkt mit der Sporenproduktion zur schnellen Verbreitung. Diese werden durch Insekten, Klamotten, Werkzeugen oder Wind über große Distanzen verbreitet. Hohe Luftfeuchtigkeit und moderate Temperaturen erhöhen das Risiko einer Infektion. Temperaturen zwischen 12-25°C zusammen mit einer feuchten Witterung (Nebel, Tau oder leichter Regen) sind optimale Bedingungen für den Pilz. Erste Symptome können bereits 3 bis 5 Tagen nach der Infektion auftreten.

Biologische Behandlung

Es ist keine direkte Bekämpfung möglich. Es können aber zertifizierte organische Fungizide basierend auf Kupfer-Ammonium Komplexen verwendet werden um die Ausbreitung zu verlangsamen. Entfernen Sie alle betroffenen Pflanzen aus dem Beet. Erntereste sollten im Hausmüll entsorgt werden. Töpfe und Erntewerkzeuge müssen gereinigt werden.

Chemische Behandlung

Bedenken Sie bitte immer vor dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, dass, wenn verfügbar, zuerst ein integrierter Ansatz von präventiven und biologischen Maßnahmen umgesetzt werden sollte. Eine Verwendung von Fungiziden die Chlorothalonil oder ein Kupfer-Ammonium Komplex enthalten wird empfohlen. Samen können Oberflächendesinfiziert werden mit 0,5% Natriumhypochlorit für 10 Minuten. Auch können Fungizide verwendet werden, die Dithiocarbamat, Maneb, Mancozeb, Metiram, Anilazine enthalten.

Präventive Maßnahmen

Verwenden sie Samen von gesunden Pflanzen oder von zertifizierten Herstellern.,Säen sie widerstandsfähige Sorten.,Wählen Sie Standorte mit einer guten Wasserführung.,Kultivieren Sie Kürbisse während des späten Frühlings, Sommer oder frühen Herbst, da die Schorfbildung bei warmen Temperaturen nicht begünstigt ist.,Eine Fruchtfolge mit Nicht-Wirtspflanzen wie Mais wird empfohlen (2 Jahre oder mehr Pause).,Kontrollieren Sie Unkräuter und wildwachsende Kürbisarten in der Nähe.,Arbeiten Sie nicht im Feld, wenn die Pflanzen nass vom Regen oder Tau sind.,Versichern Sie sich für ausreichend Platz und Luftzirkulation zwischen den Pflanzen zu sorgen.,Vermeiden Sie Staunässe und den Einsatz von Sprinkleranlagen.,Beobachten Sie Ihren Bestand regelmäßig auf die beschriebenen Symptome.,Entfernen und vernichten Sie (verbrennen oder vergraben) infizierte Pflanzen und andere pflanzliche Überreste.,Desinfizieren Sie vor dem bepflanzen und nach der Ernte Töpfe, Blumenkästen oder andere verwendete Materialien, die Sie zum Anbau von Kürbisgewächsen verwenden wollen.