Bakterienbrand - Other

Other

Bakterienbrand

Pseudomonas syringae pv. syringae


In a Nutshell

  • Wässrige Flecken erscheinen auf den Blättern.
  • Die Flecken werden nekrotisch und fallen aus, das zu einem Erscheinungsbild von Einschusslöchern aus dem Blatt führt.
  • Dunkelbraune, flache Flecken entwickeln sich auf den Früchten.
  • Krebs wächst auf der Rinde von Ästen, oftmals begleitet von einer Gummosis.

Symptoms

Erst sind auf den Blättern kleine, runde, wässrige Flecken von circa 1-3 mm im Durchmesser zu erkennen. Während die Blätter reifen werden die Flecken braun, trocken und spröde. Letztendlich bricht das befallene Gewebe heraus und die Blätter weisen ein zerfetztes Erscheinungsbild auf, der sogenannte Schrottschusseffekt. Auf den Früchten entwickeln sich flache, oberflächliche, dunkelbraune Faulstellen. Das darunter liegende Gewebe ist dunkelbraun bis schwarz und manchmal schwammartig. Infizierte Blüten erscheinen wässrig, werden braun, welken und verbleiben am Baum. Charakteristische Krebsgeschwüre bilden sich an der Basis infizierter Ausläufer, oftmals begleitet von der Bildung einer gummiartigen Masse. Infizierte Bereiche sind leicht eingesunken und dunkelbraun. Der Krebs wird zuerst im späten Winter oder im frühen Frühling bemerkt. Im Frühling produziert dieser eine gummiartige Masse, die durch die Rinde nach außen gedrückt wird. Im Winter ist der Krebs oft weicher, feuchter, eingesunken und hat einen sauren Geruch. Wenn die Infektion um den gesamten Ast gestreut hat, wird dieser schnell absterben.

Trigger

Bakterienbrand ist eine Krankheit, die durch zwei eng verwandte Bakterien ausgelöst wird, die Blätter und Zweige von Pflaumen- und Kirschbäumen sowie von anderen Prunus-Arten befällt. Diese Bakterien verbleiben gewöhnlich auf der Blattoberfläche. Während nasser Witterung im Frühling oder Frühsommer können die Bakterien durch natürliche Öffnungen in das Blatt eindringen und Infektionen der jüngeren Blätter auslösen. Während die Blätter reifen werden die anfangs kleinen Flecken auf dem kranken Gewebe nach und nach nekrotisch. Die andauernde Ausbreitung auf dem Blatt führt zum Aufreißen und letztendlich zum Herausfallen der toten Flecken. Krebsgeschwüre wachsen auf den Ästen, wenn das Bakterium in das innere Gewebe durch Wunden oder Blattnarben, die durch den Blattfall verursacht werden, eindringen können. Der Krebs bleibt mehr oder weniger inaktiv während des Sommers, wenn das Gewebe resistent ist, und während dem Herbst und Winter, wenn die Temperaturen niedrig sind. Im Frühling setzt das Bakterium ihr Wachstum fort und die Infektion streut sehr schnell, sodass die Rinde abgetötet wird.

Biological Control

Organische Bakterizide, die kupferhaltige Bestandteile enthalten oder die Bordeuxbrühe stellen eine effiziente Regulierungsmaßnahme des Krebsbefalls im Herbst und im Frühling dar. Regulierung von Nematoden.

Chemical Control

Anwendung eines integrierten Pflanzenschutzmanagements. Dies beinhaltet neben chemischen Mitteln auch biologische sowie präventive Bekämpfungsmaßnahmen. Informieren Sie sich landesspezifisch, ob und welche Mittel zur Bekämpfung des Bakterienbrandes im Obstbau, speziell bei Apfelbäumen, zugelassen sind. Lesen Sie die Produktbeilage sorgfältig und bringen Sie das Mittel in der empfohlenen Aufwandmenge aus. Laut Literatur bietet das hinzufügen von Eisenchlorid oder Mancozeb zu Kupferhydroxid einen ausreichenden Schutz.

Preventive Measures

  • Verwendung von Samen oder Reiser aus zertifizierten Anbaugebieten.
  • Pflanzung von resistenten Sorten, sofern diese im Gebiet verfügbar sind.
  • Auswahl eines windigen Standortes, um die Feuchtigkeit im Bestand niedrig zu halten.
  • Regelmäßige Beobachtung des Bestandes auf Krankheitssymptome.
  • Einhaltung einer ausgewogenen Nährstoffversorgung durch vorausschauendes Düngen.
  • Vermeiden einer zu hohen Stickstoffzufuhr.
  • Entfernen der krebsbefallenen Äste und Stämme durch Schnitte bis ins gesunde Holz.
  • Schneiden der Obstbäume kurz nach der Ernte, um die Wundheilung zu fördern.
  • Anwendung von Wundverschlussmitteln.
  • Befallenes Holz verbrennen oder zur Deponie abfahren.