Bakterielle Blattfleckenkrankheit

  • Symptome

  • Auslöser

  • Biologische Behandlung

  • Chemische Behandlung

  • Präventive Maßnahmen

Bakterielle Blattfleckenkrankheit

Xanthomonas spp.

Bakterium


Auf einen Blick

  • Kleine, gelbgrüne Läsionen erscheinen auf jungen Blättern.
  • Die Blätter sind deformiert und verdreht.
  • Dunkle, wässrige Läsionen auf älteren Blättern.

Wirtspflanzen:

Paprika & Chilli

Symptome

Die ersten Symptome sind kleine, gelbgrüne Läsionen auf jüngeren Blättern. Die Blätter erscheinen in der Regel deformiert und verdreht. Auf älteren Blättern erscheinen die Läsionen eher eckig, dunkelgrün und schmierig, oftmals umgeben von einem runden gelben Bereich (Hof). Diese sind oft zahlreicher an den Blatträndern oder -spitzen. Letztendlich sehen die Spots eher nach Einschusslöchern aus, da das Zentrum austrocknet und herausfällt. Spots auf den Früchten (bis zu 5 mm groß) beginnen als blassgrüne, wässrige Bereich, die schließlich aufrauen und braun sowie schorfig werden.

Auslöser

Bakterielle Spots treten weltweit auf und sind eine der zerstörerischten Krankheiten von Paprika und Tomaten, die in warmen, feuchten Umwelten wachsen. Das Pathogen kann in Assoziation mit Samen überleben, sowohl extern als auch intern. Eine weitere Überlebensstrategie ist der Verbleib auf spezifischen Unkräutern und später eine Verbreitung durch Niederschlag oder Überkopf-Bewässerung. Xanthomonas dringt durch Blattporen (Stomata) und Wunden in die Pflanze ein. Der optimale Temperaturbereich liegt zwischen 25°C und 30°C. Ist die Pflanze erst infiziert, ist die Krankheit schwer zu regulieren und kann zum Totalausfall der Pflanze führen.

Biologische Behandlung

Bakterielle Punkte sind sehr schwer und kostspielig zu bekämpfen. Wenn diese Krankheit früh in der Saison auftritt, können ganze Pflanzen zerstört werden. Kupferhaltige Bakterizide bieten einen protektiven Überzug über Blätter und Früchte. Bakterielle Viren (Bakteriophagen), die spezifisch die Bakterien töten, sind verfügbar. Eintauchen der Samen in 1,3%igem Natriumhypochlorid für eine Minute oder in heißem Wasser (50°C) für 25 Minuten.

Chemische Behandlung

Durchführung eines integrierten Pflanzenschutzmanagements inklusive Präventivmaßnahmen und biologischer Bekämpfungsvarianten, sofern verfügbar. Behandlungen mit Kupfer und Mancozeb sind effektiver als eine Behandlung mit Kupfer allein.

Präventive Maßnahmen

  • Pflanzen von zertifiziertem, krankheitsfreiem Pflanzgut.
  • Verwendung von resistenten Sorten.
  • Beobachten, entfernen und verbrennen von Sämlingen mit Blattflecken.
  • Entfernen von Unkräutern auf und in der Nähe des Feldes.
  • Mulchen um die Pflanzen hilft, um den Boden vor Kontamination durch Pflanzen zu schützen.
  • Wechsel der Kulturart alle 2-3 Jahre ist empfehlenswert.
  • Vermeiden von Überkopf-Bewässerung.
  • Vermeiden von Feldarbeit, wenn die Blätter nass sind.
  • Unterpflügen oder entfernen von Pflanzenresten nach der Ernte.
  • Reinigung von Werkzeug und Equipment.